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Stand 7/A45k

Biowert Industrie GmbH (2018)


Ochsenwiesenweg 4

64395 Brensbach,

Deutschland, Hessen


Telefon:

+49 6161 806 630

Fax:

+49 6161 806 6318

E-Mail:

info@biowert.com 

Webseite:

www.biowert.com 



Firmenvorstellung

Biowert AgriPlast – Biokomposite aus Wiesengras

Die Biowert Industrie GmbH betreibt im Odenwald eine Bioraffinerie, die weltweit einmalig ist. Aus dem schnell nachwachsenden, regional verfügbaren Rohstoff Wiesengras wird Biowert AgriPlast hergestellt – ein umweltfreundlicher Verbundwerkstoff, der 30 bis 75 % Zellulose enthält. Da Zellulose aus Gras besonders hochwertig ist, lässt sich AgriPlast sehr gut verarbeiten. Das Material hat bessere technische Eigenschaften als reine Thermoplaste, ist bis zu 25 % leichter als vergleichbare Biokomposite und wird zu konkurrenzfähigen Preisen angeboten.

AgriPlast wird auf der Basis von Thermoplasten wie PP, PE oder PLA hergestellt. In der Regel handelt es sich dabei um recyceltes Plastik. Es können aber auch neue oder biologisch abbaubare Kunststoffe verwendet werden. AgriPlast ist äußerst vielseitig und kann für Spritzguss und Extrusion eingesetzt werden. Es ist ein sehr formstabiles Material, das wegen des Zelluloseanteils eine hohe Beständigkeit gegenüber Abrieb, Feuer, Hitze und Kälte aufweist.

AgriPlast entspricht den Kriterien der europäischen „Spielzeugnorm“ EN 71-3 und enthält weder Antimon noch Halogene. Es ist 100 % recyclingfähig, kann aber auch rückstandsfrei verbrannt werden. Der Verbundwerkstoff reduziert signifikant den ökologischen Fußabdruck der Endprodukte, für die er verwendet wird.

AgriPlast kann außerdem in jeder beliebigen Farbe eingefärbt werden. Seine einzigartige, fein gemaserte Oberfläche wirkt sehr natürlich und ist dadurch besonders interessant für Designer, die auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Material sind.

Für die Herstellung der Zellulose, die in AgriPlast enthalten ist, wird zunächst Gras geerntet und ähnlich wie Sauerkraut vergoren. Diesen Arbeitsschritt übernehmen Landwirte aus der Region. Die vergorene Silage wird dann in der Bioraffinerie in mehreren Schritten „gewaschen“, bis nichts als Zellulose übrig bleibt. Durch den innovativen und weltweit einzigartigen Prozess entstehen Naturfasern von höchster Reinheit. Die Zellulose kann anschließend in Verbundwerkstoffen oder als Dämmstoff verwendet werden. Die organischen Reste, die bei dem Prozess übrig bleiben, werden zu Biogas und biologischem Dünger verarbeitet.

Biowert strebt eine perfekte Kreislaufwirtschaft an, in der ausschließlich erneuerbare Ressourcen verwendet und keinerlei Abfälle erzeugt werden. Schon jetzt kommt die Anlage ohne Wasser aus dem öffentlichen Netz aus und speist mehr Strom ein als sie verbraucht.

In der neuen VDI-Richtlinie 6310 "Klassifikation und Gütekriterien von Bioraffinerien" wird die Anlage von Biowert als einziges Praxisbeispiel erwähnt. Der VDI hat die Richtlinie 2014 herausgegeben, weil die Herstellung von Rohstoffen aus Biomasse immer mehr an Bedeutung gewinnt – nicht zuletzt wegen der weltweit steigenden Nachfrage und der immer knapper werdenden fossilen Ressourcen.

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